Mein Lösungsvorschlag?

In einem Kommentar auf einen Post von letzter Woche wurde ich gefragt, was denn mein Lösungsvorschlag sei für das, was gegenwärtig passiert.
Ich weiss es nicht. Ich habe keine Antwort. Ich bin persönlich noch in der Orientierungsphase. Manchmal geht es einfach nicht so schnell mit Lösungen, wie wir es gerne hätten...

Mein Gefühl sagt mir allerdings, dass es nicht die Regierungen sein werden, die es für uns lösen werden, während wir uns zurücklehnen und warten auf bessere Zeiten. Warten, dass es vorbei geht. Dass es der Staat richten wird. „Be the change you want to see in the world“ soll Gandhi gesagt haben. Es liegt an uns. An jeder, an jedem einzelnen.

Ich nehme diese Zeit wie ein Vergrösserungsglas, wie ein Brennglas wahr. Vielleicht ist diese Zeit ein Segen. Vielleicht brauchen wir diese groteske Farce im Aussen, weil sie viele wachrüttelt aus dem Dornröschen-Wohlstands-Schlaf. Weil sie aufdeckt, wie es unter dem Deckmantel der Zivilisation wirklich aussieht. Wie es wirklich in uns drinnen aussieht. All das Verdrängte kommt ans Licht. So haben wir die Chance zu befrieden, was in uns im Dunkel liegt. Was wir selber in uns bekämpfen, ausbeuten, misshandeln und abspalten.

Statt über die Spaltung in der Gesellschaft schockiert zu sein, die jetzt so stark spürbar ist, können wir uns nach innen wenden und anschauen, was es ist, das wir in uns abspalten. Weg drängen. Nicht sehen wollen. Nach aussen projizieren und dann dort bekämpfen. Wir können uns anschauen, was uns triggert. Wir können unsere innere Arbeit machen. Damit die Art, was und wie wir es in die Welt geben eine andere ist. Es beginnt bei uns, bei jedem und jeder einzelnen. Und es beginnt JETZT.

Ich sehe meinen Weg derzeit darin, tiefer in den eigenen Prozess einzutauchen. Dem nachzugehen, wo ich eng werde, wo ich anhafte, wo ich streng werde, wo ich unangemessen reagiere. Wo ich noch getriggert werde.

Ich erachte, ich erfühle, dass es gerade essentiell ist, Ruhe zu bewahren. Genau zu beobachten. Offen zu bleiben. In einen konstruktiven Austausch gehen. Sich gegenseitig inspirieren. Die Stimme zu erheben. Für die eigenen Werte einstehen. Ansprechen, wenn etwas nicht schlüssig ist. Und sich immer wieder mit all denen zu verbinden, die das Feld für diese Transformation halten. Die Schwingung zu erhöhen. Durch Freude, Genuss, lachen, küssen, meditieren.

  • Ich will unterscheiden, ohne zu verurteilen.
  • Ich will andere Meinungen achten, auch wenn ich eine andere habe.
  • Ich will für meine Werte einstehen, ohne andere zu unterdrücken.
  • Ich will Position beziehen und offen bleiben für eine andere Sicht.
  • Ich will flexibel bleiben und mutig.

Gerade jetzt bin ich froh um die Coaching-Tools die ich über die Jahre kennen gelernt und angewendet habe. Ich setze sie täglich ein. Ich bin dankbar um den Yoga, der mich nun seit fast 30 Jahren begleitet und mir hilft, mich im gegenwärtigen Moment zu verorten, alle Emotionen wirklich zu fühlen und durch mich hindurch fliessen zu lassen. Meinem Bauchgefühl zu vertrauen. Gerne kann ich Unterstützung bieten, wo sie gebraucht wird.

 

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